Lange Zeit waren USB-Sticks die einzige Möglichkeit Daten komfortabel von einem zum anderen PC zu transportieren. In Zeiten von Cloud-Diensten mit großen Speicherkapazitäten und fast überall verfügbarem Internet sind sie nicht mehr die einzige Möglichkeit, aber immer noch eine beliebte. Es fühlt sich einfach besser an, die überlebenswichtige Präsentation oder andere wichtige Daten in verschiedenen Formaten als Sicherheitskopie auf dem USB-Stick dabei zu haben. Wer größere Datenmengen transportieren will, kommt wegen der Geschwindigkeit sowieso nicht an USB-Sticks vorbei.

 

Speicherkapazität

Eine wichtige Frage, die sich beim Kauf eines USB-Sticks stellt ist: Wie viel Speicher brauche ich wirklich? Der Kauf eines kleineren USB-Sticks mit 4 Gigabyte Datenvolumen lohnt sich heutzutage kaum noch. Diese gibt es an fast jeder Straßenecke als Werbegeschenk, wenn auch in etwas schlechterer Qualität. Um eine Musik-CD zu transportieren oder ein zwei Dateien von der Arbeit mit nach Hause zu nehmen reichen kleine Sticks allemal aus. Aber auch mehr Speicherkapazität schlägt inzwischen kein allzu großes Loch mehr in die Haushaltskasse. Große Speichersticks können auch zum Backup wichtiger Daten oder zum Transport der Urlaubsvideos und -bilder benutzt werden. Ab 64 Gigabyte können USB-Sticks sogar externe Festplatten ersetzen; diese sind jedoch auch nicht ganz billig.

 

Geschwindigkeit

Speicherkapazität bieten alle USB-Sticks – was einen guten Stick von einem schlechten unterscheidet ist seine Geschwindigkeit. Das Lesetempo ist bei fast allen Speichersticks ordentlich. Doch bei der Schreibgeschwindigkeit gibt es eklatante Unterschiede. USB-2.0- Sticks schreiben um die 26 Megabyte pro Sekunde. Sticks mit dem neuen USB-3.0-Standard sind bis zu fünfmal so schnell. Die ganz Schnellen schaffen fast 150 MB/s, die Langsamen sind nur minimal schneller als USB 2.0. Hier hilft es nicht, sich auf vage Herstellerangaben zu verlassen. Ein Blick in einschlägige Testberichte bringt Sie in diesem Fall weiter.

 

Standards: USB 3.0 vs. USB 2.0

Da USB-2.0-Sticks nur eine begrenzte Übertragungsgeschwindigkeit ermöglichen und technisch inzwischen mehr möglich ist, musste ein neuer Standard her: USB 3.0. Theoretisch ermöglicht dieser Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 5 Gbit/s, die in der Praxis aber nicht erreichbar sind. Um den neuen Geschwindigkeitsvorteil nutzen zu können, muss auch der Computer USB 3.0-fähig sein – erkennbar ist dies anhand der blauen Farbcodierung der USB-Buchse. Alle, die so etwas nicht schon werkseitig an ihrem PC vorfinden, können es nachrüsten mit dem Einbau einer separaten PCI-Expresskarte. Aber Achtung: Hier lauern weitere Geschwindigkeitskiller, die bedacht werden wollen.

 

Gehäuse und Design

Neben der Speicherplatzgröße spielt auch die Größe, die ein Stick in der Tasche braucht, eine Rolle. Schmale Sticks passen besser in die Buchse am PC und sind deshalb vorzuziehen, damit kein Verlängerungskabel nötig ist. Manche Sticks sind so klein, das schon fast eine Lupe zum Widerfinden benötigt wird. Gerade bei solchen sollte der Besitzer auf einen sicheren Lagerort achten, damit der USB-Stick nicht im Gewühl verloren geht. Andere Sticks sind eher groß und punkten dafür mit gewagten Designs. Für den eigenen Geschmack braucht es keinen Ratgeber aber es bleibt festzuhalten, dass bei Form und Farbe alles möglich ist. Auf Robustheit und Praxistauglichkeit sollte jedoch Wert gelegt werden. Ein robustes Gehäuse stellt zum Beispiel sicher, dass der USB-Stick auch am Schlüsselband gut geschützt ist. Die Schnittstelle selbst sollte, wenn der Stick nicht in Betrieb ist, abgedeckt sein. Praktischer ist meistens ein drehbarer USB-Stick, da Kappen oft verloren gehen. Weitere Pluspunkte sind Ösen oder ähnliches, die es ermöglichen, den Stick an einem Band zu befestigen.

 

Ausstattung

Manchen Sticks liegen Verlängerungskabel bei. Das ist vor allem für Besitzer von alten Desktop-PCs nützlich, die noch keine Frontbüchsen haben – erspart das Kabel einem doch das ständige Herumturnen unter dem Schreibtisch. Andere Sticks haben eine Kontrollleuchte, die anzeigt, wann der Computer Daten kopiert. Dies ist hilfreich, damit der Stick nicht versehentlich zu früh vom Computer entfernt wird. Wieder andere Speichersticks haben Verschlüsselungssoftware beigelegt, mit der sich die Daten schützen lassen. In diesem Zuge muss auch der Schreibschutzschalter erwähnt werden, der versehentliches Löschen von Daten verhindern soll.

 

Anwendungsmöglichkeiten

Neben dem reinen Datentransport und -speichern bieten USB-Sticks noch weitere Möglichkeiten. Mit der Ready-Boost-Funktion von Windows Vista lassen sich USB-Sticks als Arbeitsspeicherplatzerweiterung nutzen. Damit sind Geschwindigkeitssteigerungen von etwa zwei bis 26 Prozent möglich. Außerdem gibt es eine große Softwareauswahl, die auch in einer portablen Version erhältlich ist. Das bedeutet, dass das Programm auf den USB-Stick kopiert wird und von dort aus an jedem PC nutzbar ist – praktisch, wenn man auf einem PC keine eigenen Programme installieren darf.

 

Weitere Informationen

Alle wichtigen Informationen zur USB-Stick-Suche wurden genannt, doch zur Wahl des speziellen Produkts ist es noch ein Stück. Für weiterführende Informationen sind Testberichte eine sehr hilfreiche Quelle. In den Printausgaben von Computer Bild, PC Welt und PC Go befinden sich regelmäßig Tests. Online – und damit allzeit verfügbar – sind Testberichte natürlich auch zu finden. Die Internetseiten der Printmagazine haben eine Vielzahl an Testberichten, aber auch Onlinemagazine wie cnet.de verfügen über Tests.